Wenn Kinder nach dem „Warum“ fragen

Mein Sohn ist vier Jahre alt. Ich liebe es, ihm seine Fragen zu beantworten. Doch heute gab er selber eine Antwort zum Besten, die mich sehr amüsierte. Im Radio hörte er den Satz „Hamburg sagt hallo“. Daraufhin kam er zu mir und sagte, „dass das doch gar nicht ginge“. „Hamburg ist eine Stadt und könne überhaupt nicht „Hallo“ sagen“.

1984 im neuen Gewand der Gegenwart: The Circle

1984, so lautet der Titel des von George Orwell verfassten Buches aus dem Jahre 1949. In dem Buch 1984 geht es um einem Mann, dem die Bewahrung seiner Privatsphäre am Herzen liegt und er deshalb im Konflikt zu dem totalitären Überwachungsstaat steht in dem er lebt.

65 Jahre später befindet sich ein ähnliches Buch in unseren Buchhandlungen. Es heißt The Circle. Geschrieben ist es von dem amerikanischem Autoren Dave Eggers. Anstelle eines Staates geht es diesmal um ein allumfassendes Unternehmen namens The Circle. The Circle, eine Mischung aus Facebook, Google und Apple vereint die technischen Möglichkeiten der genannten realen Firmen und kontrolliert so die Gesellschaft.

Wie schon in 1984 geht es bei The Circle um die kritische Auseinandersetzung mit einer totalitären Macht. Dennoch unterscheiden sich beide Bücher in einem Punkt: Während 1984 im Vergleich zur Realität stets eine Utopie war, schildert The Circle Aspekte, die teilweise bereits gegenwärtig sind. Andere könnten schon bald Realität werden.

Daher sollte The Circle von jedem gelesen werden, der Teil des digitalen Lebens ist. Vor allem in Schulen sollte das Buch zur Pflichtlektüre erklärt werden, damit sich junge Menschen kritisch mit den Gefahren und Möglichkeiten der modernen Technik auseinander setzen können.

Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn jedem verkauften Kaffee das Koffein fehlen würde? Das wäre doch irgendwie doof. Überall liefen müde Menschen umher. Das Pensum in deutschen Büros wäre arbeitstechnisch miserabel. Ganz zu schweigen vom Bruttoinlandsprodukt. Gut, dass dem so nicht ist, denn ansonsten wäre dieser Artikel nicht entstanden.

Die große Überwachung im Internet

Täglich erreichen uns neue Enthüllungen darüber, wie die NSA und andere staatliche Stellen die Bürger überwachen. Was mich im Rahmen dieser Diskussion so überrascht, ist der Umstand, dass die Medien und die Gesellschaft Edward Snowden hierfür benötigten. Dabei berichtete bereits eine sehr bekannte Person über diese Tatsachen, die wesentlich Bekannter ist und der es definitiv wissen muss.

Bereits im Mai diesen Jahres schrieb der ehemalige CEO der Firma Google, Eric Schmidt, in seinem Buch „Die Vernetzung der Welt“ über die Gefahren und Möglichkeiten von Regierungen und regierungsnahen Stellen zur Überwachung der Bevölkerung. Darin schildert er sehr eindringlich, dass die Regierungen informationsverarbeitende Unternehmen unter Druck setzen, um an Zugangsmöglichkeiten und Verschlüsselungsalgorithmen zu gelangen. Weshalb also haben wir nicht einfach Eric Schmidt zugehört? Warum schockierten uns nicht seine Berichte?

Ich glaube es liegt daran, dass es schlicht und ergreifend zu langweilig ist, wenn einer der direkten Protagonisten Ehrlichkeit walten lässt. Es ist doch viel spannender wenn es jemand aus der Mitte der Gesellschaft tut. Jemand,  der diese geheimen, ja hoch brisanten Informationen beiseite schafft und sie quasi unter Lebensgefahr veröffentlicht. Wir Menschen benötigen insbesondere solche Geschichten – erst dann hören wir zu.

Moderne Zeiten

Seit jeher können wir die Gesellschaft grob in zwei gegensätzliche Lager aufteilen:

  • Beatles versus Rolling Stones
  • Mods versus Rockers
  • Linke versus Rechte
  • Golffahrer versus Mantafahrer

Heutzutage geht es dagegen viel technischer zur Sache:

  • Android Nutzer versus iPhone Nutzer

Dedizierte Dinge

Neulich fragte ich meinen Arbeitskollegen nach seinem Lieblingswort. Daraufhin entgegnete er mir „Lottogewinn“. Nun gut ich werde nicht mehr fragen…

Während meines Studiums lautete mein Lieblingswort „Kontext“, weil der Kontext immer so wichtig war und überhaupt. Mein neues Lieblingswort lautet „Dediziert“.

Es gibt Dinge, die nur für eine bestimmten Sache dienlich sind. Solche Dinge sind für oder auf etwas spezialisiert. In der IT trifft man sehr oft auf dedizierte Server. Auf denen läuft nur ein bestimmtes System oder eine Anwendung.

Es geht somit um Spezialisierung.

Microsoft hat nachgelegt – Das Surface als Antwort auf die digitale Gegenwart

Seit einigen Wochen ist Microsofts Antwort auf den durch Apple initiierten Paradigmenwechsel im IT Bereich auf dem Markt. Das Surface, vorerst mit dem Betriebssystem Windows RT, (auf das Surface mit einem vollwertigen Windows 8 Betriebssystem darf vorerst noch gewartet werden) geht somit in direkte Konkurrenz zum iPad.

So jedenfalls die öffentliche Wahrnehmung. Meiner Meinung nach gehen beide Geräte jedoch verschiedene Wege. Man kann sie somit nicht miteinander vergleichen. Per Definition handelt es sich bei beiden Geräten zwar um die Gattung der Tablet-Computer. Das Surface ist jedoch aufgrund seiner Beschaffenheit und Funktionalitäten eine Mischung aus Tablett und Ultrabook. Diese Sichtweise wird nicht zuletzt durch die Tatsache untermauert, dass praktisch zwei Betriebssysteme in seinem Herzen schlagen. Zum Einen, die mit Fingergestiken bedienbaren Kacheln, zum Anderen ein schwerlich mit den Fingern steuerbares Windows in konventionaler Optik. Zugegeben hierfür hat Microsoft eigens Tastaturcover entwickelt, doch professionell Schreiben kann man darauf wahrlich nicht.

Und somit kommen wir zum eigentlichen Problem:

Das Surface will zuviel können und macht deswegen letztendlich nichts richtig.

Aus diesem Grunde sei die Frage gestattet, für welche Benutzer-Klientel bzw. für welche Nutzungsszenarien das Surface nun gedacht ist? Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht. Mir ist aber nichts eingefallen. Ok, ein Anwendungsfall fiel mir doch ein: Aufgrund seines Formfaktors von 16:9 eignet sich das Surface prima, um darauf Filme anzusehen. Demgegenüber ist das Lesen von Text auf diesem Formfaktor schier ungeeignet. Ebenso das Schreiben via Softwaretastatur – sowohl vertikal als auch horizontal zwischen den Händen gehalten – ist alles andere als optimal. In der horizontalen liegen die Tasten zu weit auseinander. In der vertikalen Position dagegen befinden sich die Tasten zu nah beieinander.

Seit Jahr und Tag geben wir die URL am Kopfe des Bildschirmes ein. Das Surface macht nun plötzlich Schluss mit diesem, nun ja, fundamentalem Prinzip des Benutzererlebnisses und platziert die Eingabemaske in die Fußleiste des Devices. Darauf muss man auch erstmal kommen. Ich weiß bis heute nicht, welcher Vorteil damit einher gehen könnte.

Der PC hat abgedankt – neue Formen der Interaktion

Geschichte wiederholt sich:

Der durch Apple geprägte Personalcomputer erfuhr seinen endgültigen Durchbruch mit Hilfe der Markt-Maschinerie von Microsoft.

Das durch Apple geprägte Tablet erfährt seinen endgültigen Durchbruch mit Hilfe der Markt-Maschinerie von Microsoft.

Aufgrund seiner starken Präsenz in Unternehmen wird Microsoft die Interaktion der berufstätigen Arbeitnehmer maßgeblich beeinflussen. Die von Microsoft vorgestellten Tablets besitzen USB Ports sowie einen Display Port. Problemlos können Monitor, Maus und Tastatur an die Tablets angeschlossen werden.

Dies wird in der ersten Phase, die Hemmschwelle herabsetzen, Tablets in großen Mengen zu bestellen. Später werden diese Hilfsmittel keine beziehungsweise wenig Verwendung finden. Die zunehmende Optimierung der Spracherkennung, hochauflösende Displays, die nur in kleinen Größen bezahlbar sein werden und Plattformen wie Sharepoint machen Tablets zukünftig zum Device der Wahl.

Apple wird es wieder tun oder wie Apple zum zweiten Mal das Musikhören revolutionieren wird

Apple stellte uns mit dem iPod und der Anwendung iTunes eine Möglichkeit zur Verfügung, die unsere Musik-Rezeption revolutioniert hat. Dies kann man so stehen lassen – selbst der eisernste Apple-Gegner muss hierbei ausnahmsweise schweigen.

Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen, in denen Musik gehört wurde. Nun bahnt sich möglicherweise eine neue Innovation an. Ein erstes Anzeichen hierfür zeigte sich im Zuge der Einführung von iTunes Match – einer Erweiterung von iCloud. Bei iTunes Match handelt es sich gewissermaßen um eine Kulturflatrate – für Musik. Damit erhält der Nutzer die Möglichkeit seine Musiksammlung, welche er aufgrund seiner nicht abebbenden Sammlerwut mühsam pseudoillegal heruntergeladen hat, zu legalisieren. Obendrein werden sämtliche Musiken auf iCloud verfügbar gemacht. Von diesem Mehrwert partizipiert der Nutzer durch die jährliche Zahlung von 25 Euro. Im Prinzip kannibalisiert Apple sich damit selbst. Das könnte man jedenfalls denken, wenn die Geschichte hier enden würde.

Tut sie aber nicht. Apple hat sich natürlich etwas dabei gedacht. Glaubt man den Statistiken, verdient Apple das meiste Geld durch den Verkauf von Hardware. Weder bin ich ein Kaffeesatzleser noch lese ich Hände, aber ich gehe mal ganz stark davon aus, dass Apple demnächst Geräte auf den Markt bringen wird, welche unsere Musik-Rezeption revolutionieren werden. Wiederhole ich mich jetzt? Nein, Apple wird sich wiederholen.

Derzeit handelt es sich bei der „iPod-Funktion“ und iTunes um voneinander getrennte Elemente innerhalb der Apple Welt, die sich gegenseitig ergänzen. Zukünftig sind demgegenüber Geräte zu erwarten, die aufgrund der gegebenen Symbiose eine direkte Einheit bilden werden: Musik-Player mit direktem Internetzugang, die den unmittelbaren Zugriff auf Musik aus der iCloud ermöglichen und die lokale Speicherung verweigern. Für die hierfür erforderliche Bandbreite werden zeitgemäße Breitbandtechniken und der neue Mobilfunkstandard LTE (4G) sorgen. Derweil wird Apple durch iTunes Match weitere Nutzer für iTunes gewonnen haben…

Die digitale Überwachung und das Foucaultsche Panoptikum

Im Rahmen des durch den nachstehenden Link zum Download stehenden Aufsatzes habe ich das Internet, die Biometriepässe und die Videoüberwachung im Kontext eines digitalen Panoptikums untersucht. Darüber hinaus beschäftigt sich dieser Aufsatz mit der Subkultur der Hacker, da es sich hierbei ganz offensichtlich um eine Gruppe handelt, die dieser Entwicklung als Opposition gegenübersteht.

Dieser Aufsatz kann nachstehend kostenlos heruntergeladen werden:

Die digitale Überwachung